Unsere Büros werden zu papierlosen Büros, durch Digitalisierungsprozesse haben wir die Möglichkeit von überall zu arbeiten, ob im Büro, auf dem Sofa oder gar einer Parkbank. Unsere Fotos und wichtigen Dokumente bewahren wir in der Cloud auf und können von überall darauf zurückgreifen. Durch die Coronapandemie haben wir in allen Bereichen einen digitalen Schub erlebt. Wir befreien uns von den herkömmlichen Zwängen und versuchen so flexibel wie möglich zu sein. Warum sollten wir dann nicht auch eine digitale Währung begrüßen?

Das fragt sich auch die EZB und plant deshalb ein Pilotprojekt über die nächsten zwei Jahre. Das herkömmliche Bargeld soll durch den digitalen Euro nicht ersetzt, sondern unterstützt werden. Es wäre uns also möglich weiterhin im Euroraum überall Bargeld zu beziehen.

Eine digitale Währung ist uns allen spätestens nach dem Bitcoin nicht fremd und viele versuchen derzeit auf den Zug aufzuspringen. So will Facebook derzeit eine eigene Währung ins Leben rufen. Es ist also umso wichtiger, dass die EZB sich dem Thema der digitalen Währung annimmt, um zu verhindern, dass dem Zentralbankgeld den Rang abgelaufen wird.

Bitcoin & Co – was ist das?

Es gibt derzeit über 1000 Kryptowährungen, davon sind in den letzten Jahren immer mehr entstanden. Einige sind bereits ausgestorben, andere haben es zu einem großen Wertzuwachs geschafft. Meistens sind es diejenigen, die zuerst am Markt sind und somit die Nase vorn haben (siehe Bitcoin).

Einfach erklärt ist eine Kryptowährung lediglich ein Geld- oder Routenzahlung, in dem Transaktionen ohne Mittelsmänner durchgeführt werden. Alle Transaktionen werden auf einer dezentralisierten Blockchain gespeichert und können von jedermann eingesehen werden.

Wie bei vielen anderen digitalen Themen gibt es auch bei den virtuellen Währungen, die sogenannten Kryptowährungen, ganz unterschiedliche Ansichten. Die einen sehen darin nur noch Spekulationsobjekte, mit denen man Geld verdienen kann. Andere wiederum sehen darin die Zukunft der Weltwirtschaft und die Möglichkeit uns von ähnlichem Finanzsystem zu entlasten.

EZB plant den digitalen Euro

In der Mitte des Jahres 2021 hat die EZB das Projekt des digitalen Euros gestartet. Es wurden auch schon erfolgreiche Tests durchgeführt, in dem zwischen Finanzinstituten in Frankreich und der Schweiz Defensivgeschäfte erfolgreich abgewickelt wurden.

Es ist zwar keine große Überraschung, aber dennoch beeindruckend und unbedingt zu erwähnen, dass auch China bereits Test mit dem digitalen Yuan durchführt.

Wie soll das mit dem digitalen Euro funktionieren?

Der digitale Euro ist dann von der Funktion her wie Bargeld. Zahlungen wie Überweisungen finden sofort statt. Wir müssen also nicht mehr auf den Geldeingang warten. Da der digitale Euro mit dem Bargeld gleichzusetzen ist, müssen wir uns auch keine Sorgen mehr um die Liquidität unserer Banken machen. Das Geld kommt nämlich von der Zentralbank und somit sind wir selbst sicher, wenn unsere Hausbank insolvent ist, wie es 2008 vielen Banken ergangen ist. 

Aktuell ist eine Deckelung in Höhe von 3000 € geplant. Das Guthaben kann dann selbstständig wieder aufgefüllt werden. Mit der Deckelung möchte die EZB vermeiden, dass die Banken mit der Zeit überflüssig wären und auch, dass die Kunden ihre Konten leeren. Dies würde sonst zu einer Destabilisierung des Finanzsystems führen.

Die Idee der EZB ist es, dass man den digitalen Euro lediglich zu einem verschlüsselten Konto handelt. Hierfür benötigt man zum Beispiel eine App auf seinem Smartphone sowie einen Schlüssel für die Verschlüsselung.

Gründe für die Einführung

Durch die Einführung des digitalen Euros müssten wir beim Onlinekauf unsere Daten nicht mehr bei etlichen Drittanbietern eingeben. Auch die Zeit zwischen Überweisung und Geldeingang wäre nicht mehr vorhanden und man bräuchte auch hier keinen Mittelsmann mehr, über den die Überweisung stattfinden würde. Nun wird es verrückt, aber durch DLT-Prozesse wäre unser Elektrofahrzeug in der Lage, nach dem Ladevorgang an der Ladestation selbstständig zu zahlen. Also das ist schon ziemlich cool.

Bis wir mit der Einführung des digitalen Euros rechnen können, wird noch einiges an Zeit und Testläufen vergehen. Denn auch das Thema Datenschutz muss berücksichtigt werden. Es bleibt also spannend und wir werden uns vorab noch gedulden müssen.

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