Symbolbild für Investition

Die Pandemie hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Nicht nur in unserem privaten Leben, sondern auch im Wirtschaftssektor. Viele Unternehmer mussten innerhalb kürzester Zeit ihre Unternehmensprozesse überdenken und Neustrukturieren. Mal eben zu einem Geschäftstermin reisen, ein nettes Lokal für ein Meeting aufsuchen oder die neue Frühjahrskollektion an die Kundschaft anpreisen, war nun nicht mehr so einfach. Gerade im Bereich Einzelhandel hatten es viele Unternehmer schwer. Durch die Schließung der Geschäfte während des Lockdowns oder auch durch die aktuelle 2-G-Regelung können die Betreiber der Einzelhandelsgeschäfte ihre üblichen Umsätze nicht mehr generieren. Auch das Wachstum im Bereich Onlineshopping hat das Kaufverhalten stark beeinflusst. Die Regierung hat sich hieraufhin dazu entschlossen, im Rahmen der Überbrückungshilfe III, Investitionen zur Digitalisierung mit bis zu 20.000 € zu fördern.

Welche Maßnahmen werden von der Regierung gefördert?

Damit die Unternehmer einen Überblick über die förderfähigen Investitionen hat, wurde von der Regierung eine Auflistung veröffentlicht.

Folgende Investitionen sind förderfähig:

  • Der Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops
  • Eintrittskosten bei großen Plattformen
  • Lizenzen für Videokonferenzsysteme
  • Bearbeitung und Aktualisierung des Internetauftritts zur Umsetzung von Click and Collect/Click-and-Meet-Konzepten
  • Anschaffungskosten für IT-Hardware und Software-Lizenzen zur Umsetzung von Homeoffice-Lösungen
  • Investitionen für digitales Marketing wie Social Media, SEO, SEA, E-Mail Marketing, etc.
  • Neuinvestitionen in Social Media Aktivitäten
  • Kompetenz-Workshops in digitalen Anwendungen
  • Weiterbildungsmaßnahmen zur Weiterentwicklung digitaler Geschäftsmodelle
  • Update von Softwaresystemen zur Weiterentwicklung digitaler Geschäftsmodelle
  • Implementierung von digitalen Buchungs-, Reservierungs- und Warenwirtschaftssystemen
  • Wechsel des Kassensystems, um neue digitale Services zu ermöglichen
  • Entwicklung oder Optimierung einer App (Kundenregistrierung)
  • Ausrüstung zur Bereitstellung digitaler Service-Angebote
  • Foto-/Video-Shootings, wenn sie zur Ausübung der betrieblichen oder auch selbstständigen Tätigkeit nötig sind

Durch die Veröffentlichung von inoffiziellen Positivlisten, können sich Unternehmer einen Einblick verschaffen, welche weitere Kosten noch übernommen werden können.

Zwar kann sich nicht auf die Positivliste berufen werden, da sie nicht rechtsverbindlich ist, aber es bietet einem zumindest die Möglichkeit abschätzen zu können, was gegebenenfalls noch an Kosten eingereicht werden kann.

Für wen kommt die Überbrückungshilfe III überhaupt infrage?

Kleine und mittelständische Unternehmen, die durch die Pandemie ihren Betrieb komplett einstellen mussten oder durch die Pandemie einen erheblichen Umsatzeinbruch verzeichneten, können die Überbrückungshilfe III beantragen. Aber auch Selbstständige (auch Soloselbstständige) und gemeinnützige Organisationen sind förderungsfähig.

Worauf muss ich bei der Einreichung der Kosten achten?

Um die Förderung der Investition beantragen zu können, muss eine nachvollziehbare und genaue Dokumentation beigelegt werden, die darlegt, wofür die Investition getätigt wurde. Wenn wir hierauf verzichten, müssen wir leider mit einer Ablehnung der Förderung rechnen.

Sollten sich Änderungen der Fördersumme während der Prüfung des Antrags ergeben, müssen die Änderungen umgehend mitgeteilt werden.

Am besten lässt man den Antrag von seinem Steuerberater bearbeiten, denn der hat in der letzten Zeit bestimmt schon einige Erfahrungen mit der Überbrückungshilfe sammeln können.

Neue Chancen für Unternehmen

Durch die Förderung haben viele Unternehmer somit die Möglichkeit neue Investitionen zu tätigen, die sie eventuell finanziell sonst nicht gestemmt hätten. So können Heimarbeitsplätze für die Mitarbeiter geschaffen werden oder auch die kleine süße Boutique bietet ihre Mode nun online an, um Umsatzeinbußen zu verhindern.

Schwarze Schafe innerhalb der Pandemie

Bedauerlicherweise sind in der Vergangenheit immer wieder Betrugsfälle bekannt geworden. Unternehmer haben höhere Summen angefordert, als benötigt wurden. Durch die Betrugsfälle war die Regierung vermehrt dazu gezwungen, die Regulierungen der Anträge für die Corona Überbrückungshilfe abzuändern. Das hat bei vielen zu Verwirrung geführt und man wusste nicht mehr wo vorne und hinten ist.

Diese Komplexität hat dazu geführt, dass viele Anträge abgelehnt wurden. Dabei war die Problematik bei den Corona Überbrückungshilfen eigentlich sehr einfach. Ein Unternehmen musste zunächst nur nachweisen, dass es mit der Überbringung des Vermögens nicht mehr richtig klarkommt. Mit dem Nachweis war es aber noch lange nicht gesagt, dass auch tatsächlich eine Überbrückungshilfe gewährt wurde. Bei vielen Anträgen wurde erst einmal abgewartet und kontrolliert. Und sollte in der Kontrolle festgestellt werden, dass die Summe verschoben worden ist oder es gar keinen Bedarf für die Überbrückung gibt, so mussten alle Beträge zurückgezahlt werden.

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