Durch den Coronavirus waren viele nicht bereit sich und seinen Lieben gesundheitliche Risiken auszusetzen und mieden so vermehrt die Einzelhandelsgeschäfte. Als dann noch die Schließung des Einzelhandels von der Regierung verordnet wurde, blieb somit nur noch der E-Commerce übrig. Auch die Handlung von Hamsterkäufen in den Supermärkten löste einen neuen Trend aus. Toilettenpapier wird nun online gekauft. Klingt verrückt? Ja absolut, aber selbst bei Amazon war das heißbegehrte Produkt kurzfristig vergriffen. Hieraufhin wurde veranlasst, dass mehr Haushaltsartikel im Lager zur Verfügung stehen müssen. Die Pandemie war inzwischen eine Möglichkeit für Onlinehändler umzudenken. Das Warensortiment wurde überdacht und es wurden von vielen Onlinehändlern mehr Produkte zur Verfügung gestellt, die im Alltag benötigt werden. Für Babynahrung, Tierhandlungen etc. verzeichnete sich schon nach kürzester Zeit ein Wachstum an aufgegebenen Onlinebestellungen.

Wachstum im Bereich E-Commerce

Viele Händler sind spätestens nach dem zweiten Lockdown auf den Zug des Onlineshops aufgesprungen und erstmals aktiv geworden. Um den Kosten der Schließung entgegenzuwirken, fand ein 20 prozentiger Zuwachs an Onlinehändlern statt. Der Markt und die Konkurrenz nahm zu. Für bereits etablierte Onlineshops war das Wachstum zu diesem Zeitpunkt noch keine ernstzunehmende Bedrohung, denn um einen Onlineshop erfolgreich führen zu können, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden und viele Maßnahmen wie SEO-Arbeiten durchgeführt werden. Dies bedeutet in erster Linie, es müssen weitere Investitionen stattfinden. Es muss ein passendes Design entworfen werden, Plugins installiert werden, eine saubere Warenwirtschaft angeknüpft werden und man muss auf seinen Shop aufmerksam machen. Um bei den Suchmaschinen ein positives Ranking zu erleben, sollte auch in Werbung investiert werden. Wie sich der Zuwachs der Onlineshops in den kommenden Jahren entwickeln wird, werden wir dann herausfinden. Wir sind uns aber sehr sicher, dass ein Gigant wie Amazon sich keine Gedanken machen muss.

Die Herausforderung auf die Onlinebetreiber

Für die Betreiber der Onlineshops stellten sich plötzlich neue Herausforderungen. Der Zuwachs der Onlinebestellungen war zwar eine feine Geschichte, aber mit der weiteren Maßnahme der Regierung, die zur Heimarbeit aufrief, entstand ein Problem. Um den Service einer Bestellung gewährleisten zu können, müssen die Angestellten vor Ort sein. Nur so können die Waren Versand werden. Damit die Mitarbeiter keiner unnötigen Gefahr ausgesetzt werden, wurden Pandemiepläne und Abläufe implementiert, die sicherstellen, dass der Service und die Vermeidung der Ausweitung des Coronavirus sichergestellt sind. Ein Arbeitswachstum fand auch bei den Lieferanten statt. Plötzlich waren die Lieferwagen täglich gefüllt wie zur Weihnachtszeit und es kam zu Verzögerungen. Es mussten mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Aber auch der Lockdown in China trat seinen Teil zu den Verzögerungen bei. Die Ware war nicht verfügbar und viele hatten bedenken Ware aus dem Raum China zu ordern. Nun mussten neue Lieferanten gefunden werden und manche mussten auch ihre Kapazitäten der Lagerräume und Produktionsstätten neu betrachten und ausweiten.

Die Geschäfte öffnen wieder und nun?

Nachdem die Regierung die Schließung der Ladengeschäfte aufhob und wir mit einem Ansturm auf die Geschäfte gerechnet haben, blieben die Geschäfte verhältnismäßig leer. Aber wieso? Das Kaufverhalten hat sich während der Pandemie verändert. Die Kunden genießen es sehr, sich die Artikel nach Hause liefern zu lassen. Das Tüten schleppen fällt komplett weg, das Anstehen an der Kasse ist nicht nötig und der Kampf um den letzten Pullover in der passenden Größe muss nicht mehr ausgetragen werden. Das Angebot an Artikeln im Internet ist immens und wenn es das bei dem einen Anbieter nicht mehr gibt, schaut man sich halt woanders um. Und seien wir doch einmal ehrlich, die Mund-Nasen-Bedeckung ist nicht unbedingt ein Vorteil beim Shopping. Und leider wissen wir auch heute noch nicht, wann wir die Einschränkungen der Pandemie aus unserem Alltag streichen können. Durch das gesundheitliche Risiko sind viele Konsumenten verunsichert und so scheint der Trend des Onlineshoppings weiterzugehen. Die traurige Konsequenz dabei ist die Schließung von dutzenden Ladengeschäften, die die Pandemie nicht stemmen konnten und das Aussterben unserer schönen Innenstädte.

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