Während der Pandemie erleben wir einen massiven Schub im Fortschritt der Digitalisierung deutscher Unternehmen. Die aktuelle Lage zwingt uns nahezu zur steigenden Digitalisierung des Arbeitsalltags – vom Arbeitsplatz bis hin zu Prozessketten. Wer sich hier nicht bewegt, wird kurzfristig auf der Strecke bleiben.

Am 16.03.2020 beschloss die Regierung den ersten Lockdown, der am 22.03.2020 in Kraft trat und zog sich über 7 Wochen. Diese Maßnahme traf die Unternehmer schwer. Der Lockdown zwang unsere Gesellschaft umzudenken. Die Mitarbeiter wurden, wenn möglich ins Homeoffice geschickt, die Kinder konnten die Schule nicht besuchen und die Ware in den Geschäften stapele sich in den Lagerräumen. Aber was nun? Für viele begann hier schon der Wandlungsprozess, während andere erst einmal abwarteten.

Wer rastet, der rostet…

Unternehmen, die einen fortschrittlicheren Reifegrad der Digitalisierung zum Pandemie beginn besaßen, hatten einen klaren Vorteil gegenüber den Unternehmen, die im Punkt Digitalisierung zurück hängen. Somit konnten sie schneller reagieren und neue Wege schaffen. Ein Unternehmen, welches auch im Bereich E-Commerce aufgestellt ist, konnte auf die persönliche Kundeninteraktion verzichten und eine Bestellung im Internet stattfinden lassen.

Die Folgen des Lockdowns waren unmittelbar für die Gesellschaft spürbar. Die Unternehmen, die sich bereits mit der Digitalisierung beschäftigten, erholten sich sehr rasch in Bezug auf ihre Arbeitsprozesse und konnten somit den Kunden ein optimales Service bieten. Unternehmen, welche im Bereich Digitalisierung zurück hängen haben diese Tatsache sofort erkannt und begannen nun mit der Entwicklung von alternativen Prozessen und Ideen. In etwa haben 50 Prozent aller Unternehmen seid Pandemiebeginn in digitale Technologien investiert.

Der Wandel gestaltete sich nicht nur auf persönlicher Ebene etwas schwieriger. Allein schon das ganze entsprechende Know-how zu finden war eine Herausforderung für viele Unternehmer, was zu Verzögerungen bei der Umsetzung führte. Auch die Investitionen in neue Hardware, in neue Software, die eine gemeinsame Dokumentenverwaltung oder auch Zusammenarbeit ermöglicht, war nicht für jeden ein einfacher und vor allem kostengünstiger Schritt.

Es mussten neue Wege geschaffen werden, wie die Kollegen miteinander arbeiten können und wie auch die Vorgesetzten ihr Team im Blick behalten können. Der typische Arbeitsalltag und die täglichen Aufgaben mussten zum Teil neu strukturiert werden.

Neben den Mitarbeitern, die nun ihre Arbeit im Home-Office ausüben mussten, gab es auch einen Teil der Bevölkerung, der nicht mehr in die Arbeit gehen konnte. Die Maßnahmen wie das Schließen von Schulen und Krankenhäusern trafen diese Personengruppe besonders hart.

Die digitale Revolution im 21. Jahrhunderts

Der Wandel der Gesellschaft ging nun stetig weiter und die Unternehmen mussten sich nun auf den E-Commerce und andere Formen des Online-Handels einstellen.

Wir erleben heute, dass viele Unternehmen ihr Geschäftsmodell überdenken müssen. Dabei geht es nicht nur um den Umzug ins Home-Office oder die Schließung von Filialen, sondern eine viel tiefer greifende Veränderung.  Die Überlegung, ob man in Zukunft mit einem online bestellten Produkt zufrieden ist oder ob man im Endeffekt doch lieber persönlich einkaufen gehen möchte, wird für viele anstehend sein. Die Mitarbeiter müssen neu ausgebildet werden und am Ende steht für uns alle die Frage: Wie soll mein Kunde heute kaufen?

Wir werden in den kommenden Jahren also einen Wandel der Gesellschaft erleben, der durch die Pandemie ausgelöst wurde. Die Frage ist, ob es uns das gefallen wird oder ob wir uns etwas anderes vorstellen und nicht nur auf dem Smartphone surfen wollen.

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